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Diese Seite enthält 2 Themen:

1. Warum sind Zecken und Flöhe für Hunde gefährlich?

2. Zwingerhusten ein Thema für jeden Hund und Halter

Warum sind Zecken und Flöhe für Hunde gefährlich?

Zecken, Mücken und Flöhe übertragen gefährliche Krankheiten auch auf Hunde. Früher kannte man dies vor allem aus den südlichen Reiseländern, mittlerweile wurden diese für Hunde wie Menschen gefährlichen Krankheiten leider auch in Deutschland eingeschleppt.

Von den in Deutschland beheimateten Ixodes-Zecken tragen 35 % (!) den Erreger der Lyme Borreliose, etwa jeder 30. Zeckenstich führt zur Infektion - in Deutschland infizieren sich pro Jahr 240.000 Menschen, bei 60.000 bricht die Krankheit aus. Die Zahl der durch Zeckenbisse erkrankten Hunde ist unbekannt, aber zweifelsohne gigantisch hoch - denn gerade Hunde sind besonders zeckengefährdet und deshalb ist natürlicher Zeckenschutz dringend anzuraten. Die Borrelien-Bakterien bewirken eine sogenannte multisystemische Krankheit, denn sie befallen sowohl verschiedene Organe, also auch das Nervensystem, die Gelenke und das Gewebe. Rechtzeitig entdeckt, kann Borreliose mit Antibiotika behandelt werden, das sogenannte 3. Stadium gilt als nicht mehr behandelbar.

4 % der in Deutschland beheimateten Ixodes-Zecken tragen den hochgefährlichen Erreger der sogenannten Anaplasmose. Auslöser ist das Anaplasma-Bakterium, das durch Zecken übertragen wird und bei Menschen wie Hunden (und Pferden, Rehen, Schafen) zu fieberhaften Erkrankungen führt, auch zu Apathie, Blutarmut, Gleichgewichtsstörungen, Gelenkentzündungen und Lähmungen. Hunde sind dann nur noch mit vier Wochen Antibiotika (Doxycyclinhyclat) zu retten. Deshalb ist rechtzeitiger natürlicher Zeckenschutz extrem wichtig.

Einen bedauerlichen Aufschwung erlebt in Deutschland die Babesiose, besser bekannt als Hundemalaria. Überträger ist die Dermacentor-Zecke, die früher nur bei Reisen mit Hunden in südliche Länder wie Türkei, Spanien, Italien, Griechenland etc. eine Gefahr für deinen Hund war. Mittlerweile wurde die Hundemalaria-Zecke leider auch nach Deutschland importiert und ist in immer mehr Regionen Deutschlands beheimatet - was wirksamen Zeckenschutz für Hunde besonders wichtig macht. Die von der Hundemalariazecke übertragenen Babesien sind Parasiten, die zuerst die roten Blutzellen befallen - im Krankheitsverlauf in Ähnlichkeit zur auf Fernreisen bekannten Malaria.  Die durch Zecken übertragene Babesiose führt beim Hund zu Müdigkeit und hohem Fieber, Appetitlosigkeit, Bewegungsstörung und Lahmheit bis hin zu Gelbsucht-Erscheinungen. Trotz dieses heftigen Krankheitsbildes ist ein Babesioseverdacht in der Veterinärmedizin nach wie vor nur sehr schwer nachzuweisen, da die von Dermacentorzecken übertragenen Babesien sich nur sehr kurzzeitig im Blut des Hundes aufhalten. Die Babesiose-Hundemalaria-Krankheit wird auch beim Hund mit Antibiotika behandelt.

Früher war man davon ausgegangen, dass Hunde nicht an der für Menschen besonders gefährlichen und von Zecken übertragenen Krankheit FSME (Frühsommer-Meningonzephalitis) erkranken können - das ist offenbar falsch. Zunehmend häufiger wird von FSME-Erkrankungen auch bei Hunden berichtet. Leider wird FSME oft falsch (also gar nicht) diagnostiziert und der Hund angesichts der schweren Krankheitssymptome, die fälschlich anderen Krankheiten zugeschrieben werden, eingeschläfert. Wahrscheinlich kommen gesunde Hunde jedoch deutlich besser mit FSME klar oder sind sogar immun als geschwächte Hunde und solche mit Immunschwäche. FSME wird bereits durch den ersten Zeckenbiss übertragen, da die Viren (Flaviviren, Arboviren) in den Speicheldrüsen der befallenen Zecken sitzen. Anders als z.B. bei der Borreliose und Babesiose nimmt also die Gefahr nicht zu, je länger die Zecke im Hund steckt. Anders gesagt: Ein schnelles Herausziehen nutzt leider nur noch wenig gegen die FSME. Das einzige Mittel: Vorbeugender Zeckenschutz, möglichst natürlicher Zeckenschutz! Die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningonzephalitis ist eine Form der Hirnhautentzündung und führt bei Hunden zu Kopfschmerz, Lähmungen, Nervenausfällen und immer zu sehr hohem Fieber (bis 41 Grad). Risikogebiete in Deutschland sind Bayern und weitere Teile Süddeutschlands (besonders Schwarzwald, Passau und Odenwald/Bergstraße), aber die FSME-übertragenden Zecken breiten sich - auch wegen der Klimaerwärmung -  immer weiter aus, auch nach Norden. Es gab z.B. bereits Erkrankungen in Cuxhaven und auf Rügen. Österreich gilt komplett als stark gefährdetes FSME-Zecken-Risikogebiet, ebenso der Norden der Schweiz (Zürich, Bern, Zug, Gallen). Außerdem Tschechien, Russland, Polen, Ungarn, Baltikum (Estland, Lettland, Litauen), Schweden, Finnland, Slowakische Republik, Slowenien, Kroatien. Insbesondere für Hunde auf Reisen in diese Länder ist dringend rechtzeitiger Zeckenschutz anzuraten, denn FSME verläuft bei Hunden in sehr vielen Fällen tödlich. 

Doch nicht nur Zecken sind für Hunde Überträger für Krankheitserreger, auch Flöhe übertragen Krankheiten auf deinen Hund. Flöhe und Milben übertragen den sogenannten Gurkenkernbandwurm, einer der häufigsten Bandwurm-Erkrankungen bei Hunden (auch bekannt als Kürbiskernbandwurm). Die Wurmeier des Gurkenkernbandwurm werden von den Flohlarven aufgenommen. Die Hunde werden damit infiziert, wenn sie bei der Fellpflege das Fell ablecken und somit die infizierten Flöhe schlucken. Innerhalb von 20 Tagen entwickelt sich im Darm beim Hund ein Bandwurm von stattlichen 10-70 Zentimetern Länge und  einer Breite von 2-3 Millimetern. Die Folge bei Hunden: Abgeschlagenheit, leichter Durchfall, Abmagerung, Juckreiz am After bis hin zu Nährstoffmangel, Verstopfung und Darmverschluss. Achtung: Die Wurmeier können auch auf den Menschen (auch Kinder!) übertragen werden und gefährlich werden! Deshalb ist wirksamer natürlicher Flohschutz und Zeckenschutz als Prophylaxe doppelt wichtig.

Zwingerhusten ein Thema für jeden Hund und Halter

Die nach einer Impfung mit Intrac® ausgelöste lokale Antikörperproduktion ist die einzige Möglichkeit, um effektiv gegen Bordetella bronchisptica-Infektionen zu schützen. Durch ihre Natur bedingt, würden Antikörper, die sich nach einer systemischen Impfung bilden, nicht die nötige lokale Immunität liefern. Hunde, die mit Intrac® gemipft werden, sind dort vollständig geschützt, wo es am effektivsten ist – an den Atemwegen. Diese lokale Immunität bedeutet – auch in kritischen Situationen - Schutz gegen den Husten.

Was bedeutet Zwingerhusten?

Als Zwingerhusten bezeichnet man eine akute, ansteckende Erkrankung der oberen und unteren Luftwege bei Hunden. Die Bezeichnung Zwingerhusten ist allerdings irreführend, da bei weitem nicht nur Zwingerhunde betroffen sind. Vielmehr handelt es sich um eine Krankheit, die eine Gefahr für jeden Hund darstellt, der in Kontakt mit fremden Hunden kommt. Dies kann bei Spaziergängen, bei Hundeprüfungen, auf Ausstellungen, in Hundeschulen oder Hundepensionen der Fall sein. Heute bezeichnet man daher die Krankheit richtigerweise als “infektiöse Tracheobronchitis” (Trachea = Luftröhre).

Wie äußert sich die “infektiöseTracheabronchitis"?

Zu Beginn, bzw. wenn eine unkomplizierte Infektion vorliegt, zeigen die Hunde trockenen, sehr lauten Husten, serösen (dünnflüssigen) Nasenausfluß und eine Tonsillitis (Mandelentzündung). Die zu Beginn rauhen, krampfartigen Hustenanfälle - wie wir sie vom Keuchhusten her kennen - werden später feucht und können extrem lange anhalten. Das Allgemeinbefinden, wie Futteraufnahme, Verhalten, Lebhaftigkeit etc., ist meistens ungestört.

Das Bakterium Bordetella bronchiseptica ist die Ursache für eine sehr ansteckende Atemwegsinfekton, deren Symptom hartnäckiger Husten ist. Es gibt zwar eine Anzahl von Erregern – hauptsächlich Viren - die bei Hunden Husten hervorrufen, jedoch kompliziert Bordetella die Infektion beträchtlich. Bordetella als Einfach- oder Mischinfektion zeigt sich durch einen rauhen, oft krampfartigen Husten, der drei Wochen oder länger anhalten kann. Sogar wenn die Symptome verschwunden sind, bleiben die Hunde für weitere drei Monate latent infiziert.

Nicht immer verläuft aber die Krankheit mit diesen relativ milden Symptomen. Häufig verschlimmert sich das Krankheitsbild. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Hunde Streßsituationen ausgesetzt werden, wie beispielsweise Hundeprüfungen oder Jagdeinsätzen. Durch Stress kommt es zu einer Unterdrückung des Immunsystems, so dass der Körper nicht in der Lage ist, die Erreger abzuwehren. Aus der Anamnese (Vorbericht) erkrankter Hunde ergibt sich fast immer, dass die Hunde vor der Erkrankung ungewohnten Streßsituationen ausgesetzt waren. Bei kompliziertem Krankheitsverlauf ist das Allgemeinbefinden gestört und die Hunde zeigen zusätzlich zu den oben genannten Symptomen Fieber, eitrigen Nasen- und Augenausfluß und Anzeichen einer Lungenentzündung.

Wie entsteht die infektiöse Tracheobronchitis?

Für die Entstehung der infektiösen Tracheobronchitis sind verschiedene Faktoren - eine Vielzahl von Viren und Bakterien, sowie ungünstige Umweltbedingungen - verantwortlich, so daß man die Krankheit auch zu den sogenannten Faktorenerkrankungen rechnet.

Die Viren (hauptsächlich Parainfluenza-2 und canines Adenovirus 2) bezeichnet man als Primärerreger, bzw. Wegbereiter. Sie siedeln sich auf der Schleimhaut der Atemwege an, wodurch die lokale Abwehr geschädigt wird. Durch diese Vorschädigung der Schleimhaut können sich vermehrt Bakterien ansiedeln. Das wichtigste Bakterium - welches auch die eigentlichen Krankheitssymptome auslöst - ist das Bakterium Bordetella bronchiseptica. Der Name stammt von seinem Entdecker, dem belgischen Bakteriologen Jules Bordet, der ebenfalls den Erreger des Keuchhustens (Bordetella pertussis) beim Menschen entdeckte. Die Bordetellen heften sich an die Zilien (Flimmerhärchen) der Schleimhaut an und produzieren dort Toxine (Giftstoffe), die eine Zilienlähmung auslösen. Es ist leicht vorstellbar, dass dadurch eine “Reinigung” der Schleimhaut nicht mehr stattfindet und es zu einer Ansammlung von Schleim kommt. Die physiologische (natürliche) Zilienfunktion kann nicht mehr aufrechterhalten werden. Der normalerweise dünnflüssig vorkommen-de Schleim wird in zähe, mukopurulente (schleimig-eitrige) Flüssigkeit umgewandelt. Dadurch wird die weitere Besiedlung mit krankmachenden Bakterien gefördert. Bordetella bronchiseptica muß bei gewissen Seuchenausbrüchen auch als Primärerreger angesehen werden.

Die Verbreitung der Erreger erfolgt aerogen, also mit der Luft, als sogenannte Tröpfcheninfektion und erfasst schlagartig eine ganze Hundepopulation. Die Erreger werden entweder ausgehustet oder durch direkten Kontakt übertragen. Auch noch klinisch gesunde Hunde können massiv aerogen Erreger ausscheiden, so dass es zu einer rapiden Seuchenausbreitung kommen kann.

Die infektiöse Tracheobronchitis ist hochgradig ansteckend. Erkranken können sowohl junge als auch erwachsene Tiere. Gerade ein Ausbruch bei jungen Tieren sollte verhindert werden, da dauerhafte Schäden des Lungengewebes zurückbleiben können.

Bordetellen heften sich an die Zilien entlang der Atemwege, wo sie eine Zilienlähmung durch ein Exotoxin hervorrufen und so die Schleimclearance verhindern. Dadurch verändert sich der infizierte Schleim von seiner normalen dünnen Konsistenz in eine dicke, schleimig-eitrige, zähe Flüssigkeit. Die langen Hustenanfälle enstehen dadurch, dass der Hund versucht, die klebstoffähnliche Substanz aus den Luftwegen zu entfernen.

Wie können Sie Ihren Hund gegen die infektiöse Tracheobronchitis schützen?

Die wichtigsten Virenvertreter - das Parainfluenzavirus Typ 2 und canine Adenovirus 2 - sind bereits in einigen Kombinationsimpfstoffen enthalten, z.B. in den Impfstoffen Epivax® SHPP + L und Epivax® SHPP + LT. Sie können daher Ihren Hund automatisch bei den Wiederholungsimpfung gegen die wichtigsten Viruserreger der infektiösen Tracheobronchitis aktiv schützen. Fragen Sie bei der nächsten Impfung Ihren Tierarzt, ob diese Viren in dem Kombinationsimpfstoff enthalten sind, insbesondere dann, wenn Ihr Tier noch nicht mit den oben genannten Epivax®-Impfstoffen geimpft ist.

Häufig ist jedoch dieser Schutz bei Hunden mit viel Kontakt zu fremden Hunden, bzw. bei Hunden, denen in nächster Zeit eine Streßsituation bevorsteht, nur begrenzt wirksam. In solchen Fällen sollten Sie Ihren Hund zusätzlich gegen das wichtigste Bakterium des Zwingerhustenkomplexes -Bordetella bronchiseptica - schützen.

Gegen Bordetella bronchiseptica steht ein moderner Impfstoff mit Namen Intrac® zur Verfügung. Da die Eintrittspforte für Bordetella bronchiseptica die Nasenschleimhaut ist, an der eine lokale Infektion verursacht wird, wird auch der Impfstoff direkt in die Nase geträufelt. So baut sich in kürzester Zeit dort ei-ne Immunität auf, wo das Bakterium angreift. Durch den schnellen Immunitätsaufbau kann die Impfung auch sehr gut als Notimpfung angewendet werden, wenn unerwartete Stresssituationen für den Hund anstehen.

Sei es nun bei der turnusmäßigen Wiederholungsimpfung wie z.B. mit Epivax® SHPP + L und Epivax® SHPP + LT oder vor besonderen Streß-Situationen mit Intrac®, Sie haben immer die Möglichkeit Ihren Hund ausreichend gegen die infektiöse Tracheobronchitis zu schützen und sollten dies auch tun.

Quelle Autor: Dr. med. vet. Martin Pauli

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