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Wichtige Grundlagen der Erziehung

Der Hund ist der sprichwörtlich „beste Freund des Menschen“. Welche Regeln aber muss man beachten, damit die Freundschaft erhalten bleibt? Für die Beziehung zwischen Mensch und Hund ist die gegenseitige Verständigung von grundlegender Bedeutung. Vielleicht sind Sie der Meinung, dass Sie Ihren Hund gefühlsmäßig immer richtig verstehen. Trotzdem hilft es zu wissen, wie Ihr Hund Sie und seine Umwelt wahrnimmt. Ihr Hund empfindet die Menschenfamilie, in der er lebt, als sein Rudel. Und dort herrschen für ihn strenge Regeln. Erstens: Sie sind sein Chef, das „Alphatier“. Von Ihnen erwartet er, dass Sie ihm seinen Platz im Rudel zu zuweisen - und dass Sie sich konsequent als Rudelführer verhalten. Zweitens: Ihr Hund möchte von Ihnen genau wissen, was er tun soll und was er nicht tun darf.

Sprechen Sie eine klare Sprache - Eine der ersten Lektionen im Hundeleben ist es, die Anweisungen der erwachsenen Rudel Mitglieder widerspruchslos hinzunehmen. Er möchte also gern ein „folgsamer Hund“ sein: Geben Sie ihm die Chance dazu, indem Sie eindeutig mit ihm kommunizieren. Das können Sie durch Ihre Stimme, Ihre Körperhaltung und durch Gesten tun.

Ein kurzes „Nein!“ sagt mehr als 1.000 Worte - Erteilen Sie gesprochene Anordnungen immer kurz und bündig. Höflichkeitsfloskeln wie „Komm doch bitte mal her.“ oder „Setz dich bitte.“ haben wenig Sinn. Kurze Worte wie „Sitz!“, „Aus!“, „Hierher!“, „Komm!“ versteht er einfach besser. Um einem Hund klarzumachen, welches Verhalten erwünscht ist, gibt es nichts Besseres als ein Lob. Hat Ihr Vierbeiner – auch zufällig – etwas richtig gemacht, streicheln Sie ihn und sprechen Sie mit ihm. Sicher hilft auch hier und da ein kleiner Snack zur Belohnung. Lob steht zwar immer vor Tadel, doch manchmal ist leider auch eine deutliche Korrektur angebracht. Eine zusammengefaltete Zeitung leistet da sehr gute Dienste: Ein Schlag auf Tisch
oder Boden macht ordentlich Krach – und der Schreck reicht meistens völlig aus als Strafe für Ihren Hund. Die Bedeutung, die ein konsequenter Umgang mit unerwünschtem Verhalten hat, kann man kaum genug betonen. Lassen Sie nicht locker, wenn Ihr Hund im Spiel seine „Beute“, z.B. einen Ball, auf Ihr „Aus!“ hin nicht abgeben will. Nur wenn Sie sich vom Welpenalter an immer durchsetzen, stellen Sie die Weichen für die Rollenverteilung innerhalb der Familienhierarchie richtig.

Eins muss klar sein: Sie sind der Chef - Manchmal fällt es schwer, dem eigenen Hund gegenüber Strenge zu zeigen – besonders wenn er Sie mit großen Hundeaugen anblickt. Trotzdem: Die Unarten wie das Betteln bei Tisch sollte man zunächst einmal durch Nichtreagieren ahnden. Unbewegliche Mimik und eine abweisende Körperhaltung Ihrerseits geben dem Hund zu verstehen, dass er jetzt nicht erwünscht ist. Korrigiert er sein Verhalten daraufhin nicht, sollte ein energisches „Sitz!“ oder „Platz!“ Ihren Vierbeiner zur Ruhe bringen. So lernt Ihr Hund, dass er weder durch Jaulen und Fiepen noch durch Bellen und Schmeicheln zu einem Leckerbissen bei Tisch kommt. Versteht er diese Gehorsamsaufforderungen jedoch nicht, müssen Sie noch energischer werden:  Hier hilft nur ein deutliches „Weg!“ oder sogar „Geh!“, vielleicht unterstrichen durch eine entsprechende Armbewegung. Dabei wirkt Ihr direkter Blick ins Hundeauge oft Wunder: Dieser wird von Hunden als Drohgebärde gedeutet. Schauen Sie aber nie einem fremden Hund direkt in die Augen! Da Sie nicht zu seinem Rudel gehören, wird er sich dieser „Drohung“ nicht unterordnen wollen.

Das „Bei-Fuß- Gehen“: für Ihren Hund eine der natürlichsten Sachen der Welt - Bei Hunden ist der Folgetrieb angeboren. Alle Mitglieder des Rudels achten darauf, sich nicht zu weit von den anderen zu entfernen. So wird Ihr Hund auch versuchen, sich trotz einiger „Erkundungsausflüge“ immer möglichst in Ihrer Nähe aufzuhalten und sich dem Tempo, der Richtung und der Dauer Ihres Spazierganges anzupassen. Unterstützen Sie diese natürliche Verhaltensweise durch Stimmkontakt und Aufforderungen wie „Komm!“ bei gleichzeitiger Nennung seines Namens. Ein paar Kenntnisse der Hundesprache wirken Wunder. Sollte ein Hund auf Gehorsamsaufforderungen wie „Nein!“ oder „Aus!“ nicht reagieren, bedienen Sie sich einfach der Signale, die er aus der Hundesprache kennt: Hat er etwas falsch gemacht, können Sie ihn am Nackenfell leicht schütteln. Auch eine Hundemutter packt ungezogene Welpen im Genick und rüttelt sie kurz durch. Eine solche Korrektur ist z. B. dann angebracht, wenn Sie Ihren Hund im Bett erwischen. Dieser Platz sollte absolute Tabuzone für Ihren Hund sein. Ein weiteres „Aha, so nicht“- Erlebnis können Sie Ihrem Hund verschaffen, indem Sie sich bei einer Ungehorsamkeit folgendermaßen verhalten: Will Ihr Hund z. B. nicht aufhören zu bellen, halten Sie ihm kurz die Schnauze zu. Hunde kennen das Über-die-Schnauze-Beißen als sehr großen Tadel von älteren Artgenossen. 

Kurz und gut: Ihr Hund braucht klare Verhältnisse: Für einen Hund ist die Welt in einer Menschenfamilie in Ordnung – solange er sich auf Ihre konsequente Führung verlassen kann. Achten Sie deshalb immer darauf, dass Sie Ihre Autorität wahren: Nichts ist wichtiger für die emotionale Stabilität Ihres vierbeinigen Freundes. Und nur so bleibt eine lebenslange, stabile Freundschaft zwischen Ihnen und Ihrem Hund erhalten.

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Hunde lernen Worte auf Anhieb
Was Hundebesitzer schon lange ahnen, ist nun wissenschaftlich untermauert:

Ein Hund kann menschliche Worte schon beim ersten Anhören lernen und auch längere Zeit behalten. Einige Aspekte des Sprachverständnisses hätten sich demnach früher als die menschliche Sprache und unabhängig von ihr entwickelt, berichten Leipziger Wissenschaftler nach Versuchen mit einem Border-Collie. Man muss nicht sprechen können, um viel zu verstehen, erläuterte Julia Fischer vom Leipziger Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie. Die Leistung von Testhund Rico entspreche der Kombinationsfähigkeit eines dreijährigen Kindes. Das Forscherteam präsentierte den Border-Collie, der das stattliche «menschliche» Vokabular von rund 200 Wörtern versteht und in einer Serie von Experimenten seine Lernfähigkeit unter Beweis stellen musste. Überraschenden Ergebnisse finden Sie im  Wissenschaftsmagazin «Science» (Bd. 304, S. 1682) 

Rico wurden dabei acht Spielzeuge präsentiert, wovon ihm sieben bereits vertraut waren. Mit der Aufforderung «Rico, hol den ...» sollte der Hund dann das unbekannte Spielzeug apportieren.

Das Ergebnis: In sieben von zehn Fällen traf Rico die richtige Wahl, indem er vom unbekannten Wort auf den unbekannten Gegenstand schloss - eine Erfolgsquote, die der eines dreijährigen Kindes entspricht. Bislang ging man davon aus, dass dieser Prozess des «schnellen Zuordnens» beim Sprachenlernen eine nur dem Menschen eigene Fähigkeit sei, berichten die Forscher in «Science». Zudem konnte sich Rico auch noch Wochen nach den Versuchen an die neu gelernten Spielsachen erinnern.

Klick oder Pfeiftraining: Warum es bei der Erziehung auf die Sekunde ankommt: Kennen Sie das? Sie geben Ihrem Hund ein Kommando, er reagiert sofort, er ist bemüht und möchte Ihnen Ihren Wunsch erfüllen. Aber so richtig scheint er nicht verstanden zu haben, was Sie von ihm wünschen. An irgendeinem Punkt hat die Kommunikation versagt. Aber wo? Verhaltensforscher haben festgestellt, dass unsere Hunde uns nur verstehen, wenn ein direkter, also zeitgleicher Bezug zwischen unserer Botschaft und dem Verhalten des Hundes deutlich wird. Ansonsten kann der Hund den Zusammenhang nicht einordnen. Als Beispiel nennt die erfahrene Hundetrainerin den Spaziergang: "Laufen unsere Hunde ohne Leine, möchten wir, dass sie sich regelmäßig umschauen und Blickkontakt mit uns aufnehmen. Sie zeigen das erwünschte Verhalten, wenn sie rund 50 Meter von uns entfernt sind. Eine direkte Belohnung bekommt der Hund jedoch erst, wenn er wieder zu uns zurückgekommen ist. Der Zusammenhang zwischen dem erwünschten Verhalten und dem Lob geht durch die Zeitspanne komplett verloren".  Der Klick oder Pfeifton wird zeitgleich zu erwünschten Verhaltensweisen des Hundes ausgelöst. Es markiert so das erwünschte Verhalten und beinhaltet gleichzeitig ein Belohnungsversprechen. Denn der Hund hat gelernt, dass er nach einem Klick oder Pfeifton belohnt wird. Das richtige Timing ist hier entscheidend. Der Klicker muss exakt mit dem erwünschten Verhalten ausgelöst werden. Bein der anschließenden Belohnung spielt das enge Timing dagegen keine Rolle mehr. Hat Ihr Hunde den Zusammenhang zwischen ihrem Verhalten und der bevorstehenden Belohnung - erst einmal verstanden, lässt es sich problemlos auf alle Bereiche der Erziehung übertragen. Die Hunde haben dann nur noch eins im Sinn: den entsprechenden Ton möglichst oft zu hören!

Sie können die Methode des Klickertrainings gut anwenden, wenn Sie Ihrem Hund beibringen, Sitz zu machen:

1. Sie halten ein Leckerli in der Hand und warten darauf, dass das Hinterteil Ihres Welpen den Boden berührt. Haben Sie Geduld. Geraten Sie nicht in Versuchung, ihm einen Befehl zu geben oder den Welpen in eine sitzende Haltung zu bugsieren. Warten Sie, bis er sich schließlich von allein hinsetzt.

2. So bald das Hinterteil Ihres Welpen den Boden berührt, klicken oder Pfeifen Sie und geben ihm einen Happen.

3. Wiederholen Sie dies einige Male in kurzen Lerneinheiten und an unterschiedlichen Orten.

4. Dann fangen Sie an in dem Moment "Sitz" zu sagen, in dem das Hinterteil Ihres Welpen den Boden berührt. Klicken oder Pfeifen Sie, und geben Sie ihm dabei eine Belohnung. Ihr Hund lernt, dass "Sitz" tatsächlich bedeutet, mit dem Hinterteil auf dem Boden zu sitzen. Denn er hört dieses Wort nur, wenn er sich in einer sitzenden Position befindet.

5. Nachdem Sie die oben genannten Punkte einige Male wiederholt haben (40 - 80 Mal verteilt über kurze Übungseinheiten), können Sie damit anfangen, "Sitz" zu sagen. Das heißt, Sie geben das Kommando, bevor sein Hinterteil auf dem Boden ist. Fahren Sie damit fort, das entsprechende Geräusch zu machen und ihm eine Belohnung zu geben, sobald er sitzt. Aber sagen Sie Ihrem Hund nur, dass er "Sitz" machen soll, wenn er auch dabei ist, es zu tun.

6. Jetzt weiß Ihr Hund, was "Sitz" bedeutet. Das Klick-Geräusch ist für dieses Kommando nicht mehr notwendig. Aber belohnen Sie ihn trotzdem ab und an mit einem kleinen Snack, wenn er auf Kommando "Sitz" macht.

Apportiertraining für Körper und Geist: Schön auspowern kann man seinen Vierbeiner beim Apportieren. Natürlich ist das ein Spaß für jede Jahreszeit, aber gerade im Herbst kann man mit dem Hund auch tagsüber schön trainieren und ihn „herum hetzen", ohne dass große Hitze den Kreislauf zu sehr belasten würde. Hat ein Hund noch nie apportiert, so muss man ein bisschen üben. Es gilt dabei sozusagen das Pferd von hinten aufzuzäumen: Als Erstes nämlich sollte man den jeweiligen Gegenstand (z.B. einen Ball) nicht von sich wegschleudern, sondern ihn interessant machen. Am besten geht das, indem man selbst so tut, als würde man ihn unbedingt haben wollen. Man hält dem Hund das Bällchen kurz vor die Nase, zieht es wieder weg und versteckt es beispielsweise hinter dem Rücken. Hat der Hund den Ball nun als etwas ganz Tolles erkannt, so überlässt man ihm die Trophäe. Er soll damit aber nicht weglaufen, denn nun heißt es loslassen!

Das Wichtigste am Apportieren ist nämlich das Abgeben des Spielzeugs an den Zweibeiner: Hat der Hund den Ball also im Maul, so streckt man die Hand unter den Fang und sagt „Bring!" Dabei nimmt man ihm das Spielzeug aus dem Mund oder bringt den Hund dazu, es hinfallen zu lassen. Tut er dies brav, sofort loben und bei den ersten Übungen - im Austausch gegen den Ball - ein Leckerchen geben. Beherrscht der Hund diese Übung, so kann man damit beginnen, den Ball wegzuschleudern und holen zu lassen.

Ein sehr Wichtiger Tipp: Auch hier gilt es immer: Weniger ist mehr. Lieber täglich nur 10 bis 15 min. üben als zu viel. Merkt man, dass der Hund keinen Spaß mehr hat, sollte man lieber etwas anderes spielen oder eine Pause einlegen.

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