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Wichtige INFO für alle Tibet Terrier Besitzer und die, die es werden wollen!

                         TT Pflege Tipps                         

Habe im Forum eure rege Diskussion über die Fellpflege mit erlebt und deshalb hier eine komplette Pflegeliste mit allem drum und dran.

Und wie Bade ich den Hund: Wenn Ihr Hund ein kleines Bad in stinkendem Schlamm genommen hat oder aus anderen Gründen unangenehm riecht oder hoffnungslos verdreckt ist, dann hilft keine Dusche mit Klarwasser, sondern nur ein Bad mit allem Komfort. Sie brauchen ihn nur bei solchen seltenen Anlässen zu baden, können die Prozedur aber auch regelmäßig vornehmen, wenn (wenn!!!) Sie schonende Mittel verwenden. Verfilzungen können so aber nicht 100% beseitigt werden. Viele aus der TT Gemeinschaft nehmen ein Spezielles Entfilzungs Shampoo. Findet Ihr hier: http://www.moenchshund.com/pageID_9103403.html

Regelmäßiges Baden schadet dem Hund meiner Erfahrung nach NICHT, wenn es richtig gemacht wird - im Gegenteil, die Haut kann viel besser atmen und wird besser durchblutet, wenn sie ab und zu gebadet wird. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass ein sauberer Hund wesentlich leichter zu bürsten und zu kämmen ist als ein schon einige Wochen oder Monate "älterer"!
Außerdem werden Sie auch in späteren Jahren niemals einen Hund haben, der unangenehm nach "Hund riecht", zur Verwunderung auch vieler Kurzhaarhund- Besitzer, die sich manchmal über den Gestank ihres vom Wetter feuchten - aber nicht gebadeten - Hundes wundern.
Tibet Terrier neigen von Natur aus nicht dazu, nach "Hund" zu riechen.

Ob das Baden nun alle Vierteljahr oder alle 2 Wochen sein soll, bleibt Ihnen überlassen, aber Sie dürfen nicht unsere Straßen mit tibetischer Hochlandluft verwechseln, wo der einzige Dreck, den es gibt, der immerwährende körnige Sandstaub ist, der in dem Sinne kein Schmutz ist.
In Tibet wäscht man sich mit feinem Sand. Das können wir übrigens auch machen, es gibt sogenannte "Wascherde" oder "Lavaerde" (gereinigte Tonerde) in der Apotheke zu kaufen, die auch für die menschliche Haarwäsche sehr zu empfehlen ist. Aber auch ein gutes Hundeshampoo erfüllt seinen Zweck, ohne der Haut zu schaden.
Und so merkwürdig es jetzt klingen mag: Verwenden Sie anschließend immer eine reichhaltig pflegende Haarspülung. Der Grund: Da Hundehaar nicht so schnell rückfettet wie menschliches Haar, ist ein Conditioner oder eine Haarkur nach jeder Wäsche notwendig! Nur mit einer sehr guten Pflegespülung trocknet das Haar durch die Wäsche nicht aus und wird nicht geschädigt, so dass Sie mit ganz gutem Gewissen den Hund regelmäßig baden können. Angenehmer Nebeneffekt: Ein auf diese Weise gebadeter Hund ist wesentlich einfacher durchzukämmen und zu pflegen. Bitte achten Sie darauf, dass die verwendeten pflegemittel nicht allzu aufdringlich duften - umso eher wird Ihr süß riechender Liebling sich wahrscheinlich hinterher versuchen in etwas Unaussprechlichem zu wälzen. Ihr Hund mag seinen eigenen angenehmen Geruch, der sich ein paar Tage nach dem Bad wieder einstellt, am liebsten. 

Verwenden Sie am besten ein gutes Proteinshampoo = ein Spezielles Entfilzungs Shampoo. Die Hundeshampoos aus dem Zoohandel wirken leider nicht pflegend! Hätte ich bei meiner ersten Hündin nur geahnt, wie viel Arbeit ich mir durch hochwertige Pflegeprodukte, und durch richtiges Werkzeug hätte sparen können! Zu sehen auf der Homepage www.moenchshund.com Sie können Hundeshampoo nach Anleitung etwas verdünnen, dann verteilt es sich besser im Haar und ist hautverträglicher. Das Wasser soll nur handwarm sein. Die Ohren und die Nase sind nässeempfindlich, der Hund atmet nur durch die Nase und wäre sehr dankbar, wenn da kein Wasser reinkommt! Aus dem Grund arbeite ich mich beim Nassmachen und Ausspülen von hinten nach vorn vor, so dass nach der Nase der Hund wenigstens fertig ist. Der Hund muß vor dem Waschen komplett nass sein, und hinterher spülen Sie bitte auch den allerletzten Rest Schaum wieder heraus. Nehmen Sie eine Haarkur, z.B. auf Basis von Seidenprotein, die ebenfalls etwas verdünnt werden kann, aber nicht muss. Sie braucht nach dem Einarbeiten nicht ganz so supergründlich ausgespült zu werden. 
Nach dem Ausspülen kommt ev. ein winziger Spritzer Oel Bad oder Wollwachspräparat zum Rückfetten für die Haut und zum Schutz der Haare, das Sie in einem Litermaß mit Warmwasser mischen, über den fertig gewaschenen Hund gießen und nicht ausspülen. Trocknen Sie den Hund vorsichtig ab ohne zu rubbeln und bürsten ihn anschließend unter dem Fön, oder lassen Sie ihn am besten erst einmal sich im Haus austoben und kämmen und fönen dann das Haar trocken. Lassen Sie ihn unter keinen Umständen mit noch feuchten Haaren ins Freie, denn ein Schnupfen ist für Hunde eine schwere Krankheit, welche sie eigentlich auch nur durch solche unbedachten Situationen bekommen können! In einer wirklich warmen Wohnung ohne kalte Fliesen geht es ganz ohne Fönen, ansonsten sehen Sie kurze Zeit nach dem Bad, wie er feucht und leicht zitternd im Körbchen liegt: das darf natürlich nicht sein.

Möchten Sie Ihren Hund ausstellen, baden Sie ihn einige Tage zuvor wie beschrieben und benutzen Sie kein Ölpräparat. Kämmen Sie nach dem Baden sehr gründlich und noch einmal kürzer einen Tag vor der Ausstellung. Am großen Tag sieht das Haar dann im Idealfall wieder wie immer aus, nur "viel schöner", und Sie haben einen sehr natürlich gepflegten, nicht frisierten oder überpflegten Hund.

Die „Rettungsaktion“: Wenn Ihr Hund in den Fellwechsel gekommen ist und Sie nicht rechtzeitig darauf reagiert haben, oder wenn aus irgendwelchen anderen Gründen das Fell verfilzt ist, dann ist das zwar nicht schön, aber noch lange kein Grund zu verzweifeln und zur Schere zu greifen! Es gibt fast immer die Möglichkeit, das Haar ohne Radikalschur wieder zu entfilzen. Verwenden Sie immer beim Baden ein Entfilzungs Shampoo. Trotzdem sollte es natürlich gar nicht erst so weit kommen. Nehmen Sie sich zu der Aktion einige Stunden Zeit und legen Sie für die schlimmsten Stellen einen Haartrimmer bereit.Wenn Sie jetzt anfangen zu kämmen, nehmen Sie immer sehr reichlich von dieser Mischung, bevor Sie eine verfilzte Stelle bearbeiten, wenn es sich um einen dicken Knoten handelt, kann er auch direkt mit etwas Öl pur eingeweicht werden. Vielleicht brauchen Sie die ganze Flasche für eine Entfilzungsaktion. Jeder Filzknoten sollte erst mit den Fingern und dem ersten Zinken vom Kamm aufgezupft werden, bis er in viele kleine fusselige Einzelteile zerlegt ist, die nun mit dem feinen Kamm heraus gekämmt werden können. Dabei halten Sie möglichst die Strähnchen mit zwei Fingern direkt am Haaransatz fest, dann tut es nicht weh. Ansonsten gehen Sie genauso vor wie sonst, nur viel langsamer! 
Spätestens zwei Tage nach dieser Aktion muss der Hund gebadet werden, um das Haar von dem vielen Öl zu befreien! Für den Notfall, wenn die Filzknoten zu dick zum Aufzupfen geworden sind, gibt es spezielle Haartrimmer bzw. Entfilzungskämme z.B. von Mars, mit scharfen Messern statt Zinken, die sie beim Kämmen aufschneiden, die allerdings auch ordentlich Fell kosten. Besser als eine Schere ist dies aber allemal und auch ein ehemals arg verfilzter Hund wird, so behandelt, nach einem Vierteljahr schon wieder annehmbar aussehen! Im gegensatz zum geschorenen Hund, der wird voraussichtlich nicht wieder ein normal langhaariger Tibet Terrier.Fragen Sie sich auf jeden Fall, ob Sie den richtigen Pflegerhythmus für die normalerweise wöchentliche Haarpflege hatten: Abhängig von der Haarqualität, vom Lebensalter und von der Jahreszeit wird es auch einmal öfter nötig sein! Die nötigen Intervalle schwanken erheblich: Nur alle 14 Tage für den ausgewachsenen, gut gepflegten Hund mit vorzüglicher Haarqualität, bis hin zu zweimal pro Woche für den Junghund im Alter von etwa 1 bis 2,5 Jahren, der gerade voll im Fellwechsel steht. Für Ihre Mühen werden Sie auf jeden Fall belohnt! Ihr Hund wird es Ihnen danken.  beweisen können. Aber wie Sie sehen, ist das eine Sache, die einen völlig neuen Hund aus ihm macht und leider in seinem Leben kaum wieder rückgängig zu machen und darum gut zu überlegen ist: Es dauert bis zu 2 Jahre, bis das Haar wieder einigermaßen lang ist und endlich wieder jeder erkennt, dass dies ein Tibet Terrier ist... und das geht auch nur bei regelmäßiger Pflege des gerade erst nachwachsenden Haars. Manchmal ist das Scheren das Mittel der Wahl. Wenn Sie Geduld haben, bekommen Sie irgendwann auch Ihren alten, langhaarigen Hund wieder. Und wenn nicht - ein echter Tibet Terrier bleibt er trotzdem, mit allen seinen liebenswerten inneren Werten!

Die Schere: Probieren Sie lieber gar nicht aus, wie Ihr Tibbie mit gekürztem Pony aussieht! Wenn am Kopfhaar herumgeschnitten wird, auch wenn man es noch so vorsichtig macht, entstellt das den typischen Ausdruck und hinterher guckt Sie ein ganz anderer Hund an - ich kenne fast keinen am Kopf geschnittenen Tibet Terrier, bei dem eine "Frisur" auch nur annähernd "gut" aussieht. Wenn Ihr Junghund langsam den Durchblick verliert, also je nach Haarwachstum mit ca. 6 bis 9 Monaten, können Sie anfangen, z.B. mit kleinen Frottee- Haargummis oder Plastikklemmen aus der Drogerie vorne über den Augen die mittlere Strähne zu einem Zopf zu binden. Das sieht gut aus, der Hund hat wieder Durchblick, und auch bei Rüden sieht das nicht irgendwie "frisiert" oder komisch aus, wenn Sie ganz dünne schwarze Bänder nehmen. Wenn Sie grundsätzlich Haarbänder albern finden, können Sie eine sogenannte "Effilierschere" kaufen, mit der man das Haar über der Stirn vorsichtig ausdünnen kann, ohne es zu kürzen. Das müssen Sie schrittweise und vorsichtig ausprobieren und kann ganz gut und nicht "frisiert" aussehen. Der Hund behält seinen Ausdruck, es hängen ihm nur noch einige wenige Haare über die Augen. Mit zunehmenden Alter wird das Kopfhaar meistens von alleine dünner und auch mehr seitlich fallen, so dass nicht mehr ganz so viele Haare über die Augen hängen. Müssen oder sollen die Haare wirklich abgeschnitten werden, lassen Sie ihn von einem Hundefriseur den Hund komplett scheren. Dieser hat die Möglichkeit, das mit seinem professionellen Werkzeug ordentlich und gleichmäßig zu machen und gibt Ihrem Hund mit etwas Glück sogar einen hübschen, wenn auch die nächsten Monate eher untypischen Ausdruck, was meiner Erfahrung nach leider nicht der Fall ist, wenn man selbst mit der Schere darangeht. Bevor es ernst wird, fragen Sie lieber noch einmal Ihren Züchter oder jemand anderen mit Erfahrung, ob es nicht eine Alternative gibt. Ein kurzer Tibet Terrier kann vor allem wenn das Haar nach einigen Monaten wieder nachwächst sogar ganz gut aussehen, wie unsere drei Tibis Bobby-Sheela-Amy auch auf einigen Fotos in unserer Webseite www.moenchshund.com

Das tägliche "Kann": Ihr Hund wird es Ihnen danken, wenn Sie ihn einmal am Tag überbürsten. Dies ist keine Pflicht, sondern dient der Erziehung, der Optik und der Kontrolle. Und noch ein Vorteil: Wenn Sie diese täglichen 5 Minuten regelmäßig stattfinden lassen, werden Sie mit der gründlicheren wöchentlichen Pflege nur halb so viel Arbeit haben. Dies ist es auch, was Sie mit Ihrem Welpen und Junghunden bis zum Alter von 5-6 Monaten machen müssen, damit er sich später gut kämmen lässt, und auch z.B. beim Tierarzt immer gut anfassen lässt! Wenn Sie das gleich morgens - sozusagen nach dem Zähneputzen – erledigen, werden Sie den ganzen Tag über einen gut gepflegten und sauberen Hund um sich haben. Sie können es aber auch vor dem Spaziergang machen, wenn Sie sich sowieso gerade Zeit für den Hund genommen haben. Dazu stellen oder legen Sie den Hund vor sich auf einen extra Kämmtisch, oder einen Tisch, den Sie vorher mit einer rutschfesten Unterlage (z.B. ein kleiner Badezimmerteppich) abgedeckt haben. Das Hinlegen braucht nicht zu sein, ist aber gut zur Übung! Bürsten Sie am besten wie unten beschrieben das Fell am Körper erst etwas über den Rücken Richtung andere Körperhälfte, damit Sie auch an die versteckten Stellen herankommen. Wenn Sie es dann langsam wieder in die richtige Richtung bürsten, werden Sie nichts übersehen. Wenn ausschließlich vom Scheitel aus nach unten gebürstet wird, übersehen Sie garantiert etwas, und der Hund sieht vielleicht oberflächlich gut aus, ist aber nicht gut gepflegt. Zum Bürsten können Sie am besten eine Holzbürste nehmen, die das Haar pflegt und die Haut massiert. Eine Naturborstenbürste ist nur zum eventuellen abschließenden Striegeln geeignet und ist eher überflüssig. Suchen Sie beim Bürsten kurz nach Fremdkörpern und Verschmutzungen, vor allem an Hals, Ellenbogen, Po und Pfoten und kontrollieren kurz alle Körperöffnungen auf normalen sauberen Zustand - siehe unten der Abschnitt "Gesundheitspflege". Zum Schluss schüttelt sich Ihr Hund herzhaft und es gibt ein kleines Leckerchen und großes Lob für die Geduld!

Das wöchentliche "Soll": Wie lange Sie jedes Mal brauchen, hängt von der Unterwolle ab, die Ihr Hund alters-, anlage- und jahreszeitenbedingt entwickelt, von der Geduld, die Sie ihm schon als Welpe anfangen beizubringen, und außerdem natürlich von der Regelmäßigkeit, mit der Sie arbeiten. Wenn nichts besonderes anliegt, brauchen Sie auch bei einem Tibet Terrier Rüden wie unsere Bpbby mit sehr reichlichem Fell bei regelmäßiger Pflege insgesamt nicht länger als eine Stunde pro Woche und mit zunehmender Übung auch weniger. Es gibt auch was das Haarkleid betrifft ganz verschiedene Tibet Terrier Typen, aber die Besonderheiten Ihres Hundes werden Sie schnell kennen lernen!

In jedem Fall ist diese Anleitung eine gute Ausgangsbasis für Ihre eigenen Methoden: Suchen Sie sich einen für beide bequemen Platz, am besten einen Tisch mit Badezimmerteppich drauf und Stuhl davor. Wenn Sie gelenkig sind, setzen Sie sich einfach zusammen auf den (Teppich-) Boden. Ihr Hund sollte einigermaßen sauber und das Fell noch nicht verklettet sein. In diesem Fall wären erst „besondere Maßnahmen“ angebracht. Füllen Sie eine Blumen- Sprühflasche mit etwas warmem Wasser plus 1 TL bis 1 EL Haarkur‚ schütteln kräftig durch, und sprühen damit das trockene Fell jedes Mal partienweise direkt vor dem Kämmen ein wenig ein. Diese Mischung schont die Haare und hebt die Stimmung, weil der Kamm nicht mehr zieht!! Alternativ verwenden Sie eine Sprüh-Haarkur, wie sie im Drogeriemarkt angeboten wird, sofern sie nicht zu penetrant riecht für die arme Hundenase.

1. Liegend die Körperseiten bearbeiten: Schon als Welpe übt Ihr Hund das Stillhalten, Bürsten, Untersuchen und Hinlegen auf dem Teppich, das gehört mit zur allgemeinen Erziehung und zahlt sich nun sehr aus! Wenn der Hund ruhig auf der Seite liegt ( früh „Leg Dich!“ üben), können Sie das Haar in Richtung Rücken bürsten, bis der Bauch sichtbar wird. Dann teilen Sie zwischen Hals und Po parallel zum Rücken den untersten Streifen am Bauch ab und fangen an strähnchenweise von diesem neuen "Scheitel" aus zu kämmen. Die Beine selbst werden noch ignoriert, nur die Ellenbogen kann man schon mal mit beachten. Dann den nächsten Scheitel ziehen, ein paar Zentimeter mehr Richtung Rücken und so weiter.  Je nach Zustand des Haares können Sie mit dem groben Kamm beginnen oder sollten jeweils erst den neuen Abschnitt überbürsten. Bitte langsam anfangen - am Bauch ziept es ganz schön! Durch dieses abschnittsweise Pflege entgeht Ihnen nichts. Alles andere wäre reine Kosmetik! Jede Partie wird vom Haaransatz bis zu den Haarspitzen gekämmt, so dass die lose Unterwolle herauskommt. Wenn der Kamm festsitzt, war die Strähne zu dick, oder es versteckt sich eine kleine Klette, die Sie mit Daumen und Zeigefinger am Haaransatz festhalten und vorsichtig extra heraus kämmen. Ist die eine Seite bis zum Rücken fertig, kann man noch die Innenseiten der unten liegenden Beine bearbeiten. Der empfindlichste Teil ist hier der innere Ansatz der Beine am Körper! Bevor Sie den Hund auf die andere Seite legen, ist nun noch die Außenseite der oberen Beine dran. Vorsicht, an den Pfoten sind die meisten Hunde sehr empfindlich. Sie werden genauso partienweise von den Ballen aus nach oben vorsichtig bis auf die Haut ausgekämmt. Vielleicht etwas langsamer, die wenigsten Hunde mögen das wenn man sich hier beeilt. Wenn Sie die erste Körperseite fertig haben, gehen Sie von den Schultern aus schräg in Richtung Hals und Ohren genauso vor: erst die dicke Mähne versuchen nach vorne über den Kopf zu streichen, dann schichtweise bis unter die Backenknochen und um das Ohr herum arbeiten. (Achtung, um die Ohren wartet Wolle) Dann drehen Sie den Hund auf die andere Seite. Wenn Sie hier auch fertig sind, darf er erst einmal aufstehen und sich schütteln; wie wäre es mit einem besonders ausführlichen Lob?

2. Das Heck: Wenn Ihr geduldiger Freund sich jetzt hinstellt und schüttelt, darf er zum Abschluss Ihnen seinen Allerwertesten zeigen und Sie kämmen vorsichtig eventuelle Verunreinigungen aus.  Rund um den Schwanzansatz bilden sich leicht erste Filze. Der Schwanz selbst muss auch besonders zart behandelt werden, die Haare wachsen nicht so schnell nach wie sie ausgezupft werden! Er kann zwischen die Zinken des groben Kamms kommen, wenn man nicht aufpasst und das tut dann weh. Also lieber gründlich bürsten und dann gleich den feinen Kamm nehmen!

3. Der Bug: Jetzt setzt er sich mit der Nase zu Ihnen, was er wahrscheinlich sowieso schon die ganze Zeit wollte. Sie kämmen schichtweise die Brust vom Beinansatz bis zum Hals. Dabei halten Sie mit der freien Hand das Haar nach oben und hoffen, dort keinen großen Kletten vorzufinden, sonst fehlt Ihnen die dritte Hand. Anschließend kommen Kinn und Nase, und wir haben fertig! Jetzt sieht der Hund aus wie "neu"!

Die Gesundheitspflege: Augen, Ohren, Pfoten: Hier können Sie eventuelle kleine Irritationen schnell erkennen und gleich selbst beheben; wenn Sie aber eine stärkere Beeinträchtigung bemerken, sollten Sie natürlich zum Tierarzt gehen. Hat Ihr Hund seinen Pausenkeks aufgefressen, muss er sich noch einmal hinlegen. 
1. Ich schau Dir in die Ohren Kleines: Schauen Sie in seine Ohren, wie weit sie sauber sind, nicht zu viele Haarbüschel herauswachsen und sie auch gut und sauber riechen. Daumen und Zeigefinger sind das richtige Werkzeug, um zu dicht wachsendes Haar im Ohr strähnchenweise herauszuzupfen. Erstaunlicherweise sind die Hunde hier überhaupt nicht empfindlich, höchstens kitzelig. Wenn zu viel Haar die Luft vom Ohr abhält, bilden sich vermehrt Ohrenschmalz und Keime. Zur Reinigung ist eine alkoholische Flüssigkeit zu empfehlen, es gibt spezielle Mittel dafür im Fachhandel oder beim Tierarzt. Ein paar Tropfen davon hineingegeben und einmassieren, wenn man möchte kann man anschließend mit etwas Watte den gelösten Ohrenschmalz abwischen.
Ist das Ohr aber nicht ganz in Ordnung, haben Sie zu spät mit der Reinigung begonnen: Sie würde in diesem Fall mit Alkohol Schmerzen verursachen, also Finger weg! Gehen Sie zum Tierarzt, so lange noch keine Antibiotika nötig sind und die Entzündung nicht chronisch wird.
2. Das Tor zur Seele: Schauen Sie Ihrem Hund in die Augen: keine Rötungen, kein Ausfluss, alle Haare liegen da wo sie hingehören und nicht etwa im Auge? Bei einer eventuellen, leichten Irritation können Sie mit etwas lauwarmem Wasser und einem Wattebausch den inneren Augenwinkel reinigen, dabei immer Richtung Schnauze streichen, und in der nächsten Zeit zweimal täglich einen Tropfen von homöopathischen Euphrasia- oder Mercurialis Augentropfen geben, indem Sie das Unterlid ein wenig vom Auge lösen und sie direkt in die entstehende Tasche tropfen. Wenn nach 2-3 Tagen die Reizung nicht besser geworden ist, muss der Hund dem Tierarzt vorgestellt werden.

3. Mundhygiene - ganz einfach: Schauen Sie sich ab und zu auch einmal die Zähne an, ob sie Zahnstein bekommen und gelb werden: dann braucht der Hund Kalbs- oder Rinderknochen - oder gar einen Tierarzttermin - zum Zähneputzen. Unsere Hunde haben allerdings da noch nie Probleme gehabt.

4. Intimpflege muss auch mal sein!: Jetzt sollten Sie noch einen Blick auf die Geschlechtsorgane werfen. Es darf normalerweise kein Ausfluss vorhanden sein (außer Ihre Hündin ist läufig...)‚ kein unangenehmer Geruch und keine Rötung oder Schwellung. Jede Irritation wäre ein Grund, sich vom Tierarzt beraten zu lassen. Wenn Sie möchten, können Sie zur Vorbeugung mit der abgerundeten Schere oder besser noch einer Schermaschine das Haar um die Geschlechtsorgane und direkt um den After herum ein kürzen, um Verunreinigungen und dadurch entstehende Infektionen zu vermeiden. Bitte seien Sie dabei ganz vorsichtig; fangen Sie erst an, wenn Ihr Hund ganz entspannt liegt, zupfen Sie auf keinen Fall am Haar, um die extrem weiche Haut nicht hochzuziehen und kitzeln Sie ihn nicht. Sonst könnten Sie ihn schneiden. Mit der Schermaschine ist es einfacher, diese ist aber auch eine Anschaffung und lohnt sich dafür eigentlich nicht.

5. Pediküre: Schauen Sie sich die Ballen und vor allem die Ballenzwischenräume an, ob sich dort keine Filze oder Fremdkörper verstecken. Diese müssen unbedingt mit der runden Schere vorsichtig entfernt werden. Außerdem prüfen Sie noch, ob die Ballen beim Auftreten nicht zu sehr von Fell bedeckt sind. Das würde ich abschneiden. Nun darf der Hund sich hinstellen und Sie fühlen einmal, ob im normalen Stand seine Krallenspitzen den Boden berühren. Wenn ja, ist die Grenze erreicht, dass er beim Laufen behindert wird. Überlegen Sie jetzt, ob Sie Ihren Hund mehr (auf hartem Untergrund) bewegen wollen, oder Sie greifen das erste Mal zur neuen, scharfen Krallenschere  -- und danach wahrscheinlich immer wieder, denn die Krallen gewöhnen sich leider an das Kürzen und wachsen schneller nach. Das Schneiden der Krallen lassen Sie sich bitte unbedingt das erste Mal vom Tierarzt zeigen, danach geht es auch problemlos zu Hause, sobald Sie wissen, worauf Sie achten müssen, dass Sie nicht in den durchbluteten Teil der Kralle schneiden. Ich habe mir ein blutstillendes Pulver (Eisensulfat) besorgt, das im Fall der Fälle darauf gegeben wird.
6. Für das gute Gefühl: Zum guten Schluss können Sie mit der Holz- oder Naturborstenbürste zur Massage ein letztes Mal über den Hund streichen und jedes Haar liegt an seinem Fleck - perfekt! Wenn Sie diese Pflege regelmäßig durchführen, können Sie sicher sein, dass sich Ihr Hund immer wohl in seiner Haut fühlt! Gesundheit fängt mit Ernährung und täglicher Pflege an. 

Viele Krankheiten bei Mensch und Tier könnten verhindert bzw. frühzeitiger entdeckt und erfolgversprechender behandelt werden, wenn wir nur mehr Achtung vor den ganz alltäglichen Dingen haben; für die Hunde heißt das: Tägliche Pflege und hochwertiges Futter sorgen für langes und gesundes Leben.  

Körperliche Pflege hat: bei den Hunden in der Kinderstube, aber auch zwischen ausgewachsenen Tieren eine soziale Bedeutung. Kämmen Sie Ihren Hund nicht, weil Sie es müssen, sondern schenken Sie ihm die Aufmerksamkeit, die er für sein Wohlergehen braucht und nutzen Sie die notwendige Arbeit dazu, Ihrem Hund Geduld beizubringen und vor allem die Erkenntnis zu vermitteln, dass Sie als „Chef im Rudel“ ihn nun behandeln, wie es für ihn am besten ist. Das ist schon den ganz kleinen Welpen mit ihrer Mutter so ergangen - der war es auch egal, ob die Kleinen gezappelt haben, wenn Pflegestunde dran war, dann gab es kein Entkommen. Durch den regelmäßigen Kontakt werden Sie jede Veränderung, sei es nur eine sich bildende Fettschicht oder eine Zecke, ein Knötchen unter der Haut oder eine sich entzündende kleine Wunde an versteckter Stelle, viel eher bemerken und sie auch entsprechend behandeln können. Ein stolzer Vertreter seiner Rasse, der sich in bester Kondition zeigt, ist nicht etwa von allein so geworden, sondern viele Stunden der sorgfältigen Pflege und Erziehung waren die Voraussetzung für seine positive Entwicklung. Die Hunde in Tibet werden und wurden nur in seltenen Fällen regelmäßig gekämmt. Diese Hunde waren die Schätze der Familie und für Fremde niemals zu sehen. Das Fell derjenigen Hunde, die zu einer ärmeren Familie gehörten, diente auch als Wollreserve für warme Anziehsachen und wurde bei Bedarf im Sommer geschoren!

Dass sie trotzdem gesund und munter waren, lag an dem trockenen, sauberen Klima des Landes:
Wir müssen uns klarmachen, dass wir in Westeuropa in einer vergleichsweise feuchten und schmutzigen Luft leben. Kleinste Teile von Staub und Dreck bleiben wunderbar im Hundehaar hängen und fangen irgendwann an die Haut zu reizen. Der feuchte Staub und Straßenschmutz, der in der Luft liegt, lässt das Fell schneller schmutzig und störrisch werden als es in Tibet je der Fall gewesen wäre. Alle Menschen, die jemals in Tibet waren, berichten über die wunderbare Reinheit und Klarheit der Luft! Aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass Hunde, die tief am Boden Kontakt zu Staub und Feuchtigkeit und zu der Straße haben, ab und zu mal in die Wanne gehören. Die zweite Voraussetzung für eine gute Gesundheit ist gute Ernährung. Es ist allerdings eine Illusion, wenn wir sagen, wir wollen unsere Hunde so natürlich ernähren wie möglich. Wölfe haben sehr merkwürdige Essgewohnheiten, gelinde gesagt. Die von unseren Hunden täglich benötigten Nährstoffe sind aber ausführlich erforscht, so dass man aus dieser Liste essentieller Bedürfnisse einen guten und gesunden Speiseplan zusammenstellen kann, der auch einem Wolf sehr gut schmecken und gut tun würde.  

Wenn Ihr Hund trotzdem einmal krank werden sollte, können Sie unter diesen guten Voraussetzungen schnell reagieren und gute Chancen auf eine Genesung haben, selbst wenn es sich um eine ernste Krankheit handelt. Ich bin sehr froh, dass Tibet Terrier zu den gesündesten Hunderassen zählen, so dass die meisten Tibet Terrier die von einen sehr guten Züchter kommen nicht an einer schweren Krankheit leiden. Und auch in Ihren gesetzteren Jahren, einen ruhigen Lebensabend genießen können.
Es gilt aber immer: Lieber einmal zu häufig zum Tierarzt als einmal zu spät, es geht schließlich um Ihren Hund!

Dann noch viel Spaß bei der Pflege

Vorsitzender der Freien Tibet Terrier Gemeinschaft Bayern e.V. D. France

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Freie Tibet Terrier Gemeinschaft Bayern e.V.  | TibetTerrier@moenchshund.com
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